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Juli

1.: Angekommen

wir sind gut,

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mit allem Gepäck, in Gibraltar angekommen. Leichte Dissonanzen bei der Reise waren bald vergessen. Wir hatten extra einen Flug bei einer Gesellschaft gebucht, die mit kostenfreiem Wifi wirbt. Die Idee war, dass der Skipper noch etwas arbeiten kann und der Nachwuchs im Internet Kinderfilme schauen kann. Leider behaupteten die Flugbegleiter, es sei der Erstflug und daher noch kein Wifi installiert. Die Gebrauchsspuren sprachen allerdings eine andere Sprache.

Am Flughafen angekommen wurde erstmal das ganze Gepäck auf Transportkarren verladen und dann ging es auf die Suche nach dem Shuttle-Service. Hier gab es bei guter Vorbereitung kein Problem und wir waren rasch in der Marina. Das fehlende Zündschloss war allerdings nicht installiert, trotz angekündigter Ankunft. Und jetzt - Freitag abends - das geht gar nicht. Also Ersatzteile selbst abholen und selbst einbauen. Die im Voraus an die Marina geschickten Pakete waren rechtzeitig angekommen und im Office gut aufgehoben, der Transport zum Bootes bereitete dagegen Mühe. Karren gab es nicht, eine Sackkarre wollten sie eigentlich nicht verleihen. Die durften wir dann doch nutzen, allerdings hieß das den Weg 4 x gehen. Mit Putzen, verstauen und einkaufen waren wir dann bis kurz nach Mitternacht beschäftigt. Dies ermöglichte uns, direkt ein Geburtstagsständchen für eine Mitseglerin zu intonieren.
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2.: Gibraltar ade

kurz war die Nacht,

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um 02:30 UTC (Bordzeit) klingelte der Wecker. Ablegen im Dunkeln mit neuem Boot - spannend. In der Bucht von Gibraltar wird es langsam hell - tolles Szenario. Ostwind ist angesagt, den und den West setzenden Strom wollen wir nutzen um die Straße von Gibraltar zu passieren. Kurz gesagt es hat geklappt, aber Wind war nicht. So ging es unter Motor durch die Straße auch halbwegs im Zeitplan. Hinter Tarifa setzt der Strom entgegen und wir machen teilweise unter 1 Knoten über Grund.   Dann kommt doch noch Wind und kurz erscheint das geplante Ziel Cadiz doch möglich, doch die Freude währt kurz. So entscheiden wir uns für Barbate. In Höhe Tarifa war auch der erste Delphin kurz an unserer Seite.

Spannend war der Funk, ein amerikanischer Flugzeugträger-Verband machte über Funk recht eindeutig klar, das er in  jedem Fall Vorrang habe, was doch etwas irritiert aufgenommen wurde. Da die Reisegeschwindigkeit doch deutlich geringer war, der Motor ist halt wirklich mehr ein Flautenschieber,  wurde gegen Abend eine Planänderung vorgenommen und nicht Cadiz angelaufen, sondern Barbate. Es stand ja noch eine Geburtstagsfeier an. ;-) . Anlegen problemlos mit hilfsbereitem Marinero. Aber das Office war schon geschlossen und so bekommen wir keine Key Card. So kommt man weder in den Ort noch ohne weiteres in die Sanitäranlagen oder zurück auf den Steg. Eine Open Air Veranstaltung in der Nähe sorgt für ordentlich Krach. Aber wir liegen ruhig (na ja, abgesehen vom Krach) - das Geburtstagskind ist dankbar  - und können in Ruhe kochen und essen.
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3.: Golfo de Cadiz

Zum ersten Mal

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Soll es heute mit dem neuen Schiff durch die Nacht gehen. Wir wollen bis nach Portugal, geplant ist Portimao an der Felsalgarve, gute 170 sm. Nachmittags laufen wir aus. Ausgehängt im Hafen sind südliche Winde mit 4 Bft., Tarifa Radio hatte am Vortag aber stärkere Böen angesagt. Kaum aus dem Schutz des Hafens bläst es ordentlich, um die 30 Knoten. Mit der Genua im Reff kommen wir mit 5-6 Knoten gut voran. Zunächst  mit halbem Wind bis zum Cabo Trafalgar. Dann können wir direkt den Kurs auf Portimao legen. Mit achterlichem Wind rauschen wir dahin. Eine ordentliche Welle hat sich aufgebaut. Der Wind flaut ab, wir reffen aus und die Geschwindigkeit bleibt stabil bei 5-6 Knoten. Ärgerlich nur, dass der Autopilot heute nicht mehr mitspielt. So müssen wir die ganze Zeit Ruder gehen.

Dank Tabletten bleibt auch die Crew fit und kann das Abendessen genießen. Danach soll der Schichtbetrieb losgehen. Allerdings fällt das Einschlafen schwer. Die Wellen rauschen laut unter dem Boot durch und das Segel schlägt wenn die Wellen das Boot aus dem Kurs bringen. Auch Leonie will noch gar nicht schlafen und hält die Mama vom Schlafen ab. So klappt das mit dem mit dem Vorschlafen zum Wachwechsel um Mitternacht nicht. Aber wir haben ja Verstärkung dabei. Nach 2 Stunden übernimmt Rolf. Leider flaut der Wind ab und die Geschwindigkeit fällt auf unter 1 Knoten. So müssen wir schweren Herzens den Motor anwerfen. Das Geburtstagskind schläft auch nicht durch und kommt in den frühen Morgenstunden in die Plicht. Sie freut sich über die schönen Sterne – bei Neumond sind die gut zu sehen. Hierbei stört allerdings das Bimini.

Die Flaute bleibt uns treu. Leonie und die Oma sind etwas angeschlagen, Leonie ißt zwar aber schläft sonst fast durchgehend. Portimao würden wir erst am Abend erreichen. So lange soll das Geburtstagskind doch nicht warten müssen, außerdem stellen wir bei der Kontrolle im Motorraum fest, das Öl austritt. Das wollen wir kontrollieren, so disponieren wir um und fahren nach Villamora und sparen gute 30 sm. Auch sonst gibt es ein paar Probleme, der Schwarzwassertank lässt sich nicht abpumpen, das Wasser aus den Waschbecken fließt schlecht ab – die Liste für Reparaturen wächst. Immerhin sehen wir – nachdem wir uns in der Straße von Gibraltar erfolglos die Augen ausgeschaut haben – eine Schule Delphine.  

Villamora ist eine reine Touristenstadt. Der Hafen modern und groß, am Hafen viele Restaurants. Die Anmeldeformalitäten dauern ewig – was die alles wissen wollen – man könnte meinen die wollen das Boot kaufen. Wie viele Motoren, Farbe, Anzahl der Kojen, Funk und und und. Endlich sind wir durch und verholen zu unserer Box. Geschickter weise schauen aus den Holzplanken der Stege die Schrauben raus, so gibt es erste neue Kratzer. Sanitär ist ordentlich, es gibt auch (gegen Pfand) mehr als eine Keykarte (wobei eine das Tor zum Steg nicht öffnet).

Ein Leck findet sich am Motor auf den ersten Blick nicht, Öl ist noch genug drin, also beobachten wir das erst mal. Ansonsten gibt es das langersehnte Eis für Leonie, eine Dusche und dann die Geschenke für Leonie. Anschließend ein gepflegtes Abendessen – ohne Wellen und Geschaukel.   

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5.: Dolphin run

Am Abend verlassen wir die Marina Villamoura.

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Bei dem Versuch den Motor zu starten, mußte die russische Variante gewählt werden (ein Hammer war an Bord). Der Versuch der Fäkalienentsorgung scheiterte mangels passenden Adapters auf unsere Stutzenaufnahme. Muß also bis Lissabon warten.

Wir haben also den Hafen verlassen und sind in die beginnende Nacht gefahren. Felsalgarve bei Nacht ist herrlich. Der Wettergott hat uns für den Morgen des Folgetages segelbaren Wind versprochen. Leider hatte er wohl zu viel zu tun und konnte sein Versprechen nicht umsetzen. Wir haben daher kurzzeitig über einen Planwechsel mit einem Stopp in Sines, der Geburtsstadt von Vasco da Gama, nachgedacht um doch wieder die Nacht im Hafen und ein paar Stunden an Land zu sein. Da an der portugiesischen Küste im Sommer meist Winde aus Nord wehen halten wir es für sinnvoller die Flaute zu nutzen statt auch noch gegen Wind zu motoren. So wird der Motortörn um eine weitere Nachtfahrt bis nach Lissabon verlängert. Spart Zeit und wir können Reparaturen durchführen lassen. Auf dem Tagesteil werden wir häufig von Delphinschulen mit bis zu ca. 25 Tieren besucht. Unser Zwerg ist ganz begeistert und möchte ständig auf das Vordeck, um Delphine zu sehen.

Also, Abendessen in der Plicht, es gibt Schweinecurry mit Reis. Zum Nachtisch geeiste Melone. So gestärkt macht sich die Rumpfcrew an die Nachtfahrt. Der Himmel ist sternenklar aber über Land ist reichlich Wetterleuchten. Es bleibt Windstill, keine Wellen, nur die Atlantikdünung. Nach insgesamt 150 Seemeilen legen wir in den Morgenstunden in der Marina Oeiras direkt an der Mündung des Tejo an. Eigentlich wollten wir bis nach Lissabon rein, aber das sind noch mal 7 sm und bei ablaufendem Wasser müssten wir gegen Strom und Gezeit. Und hier gibt es ein großes Schwimmbad am Hafen – das freut den Nachwuchs. Auf Funk reagiert keiner, so legen wir uns – da wir sowieso tanken wollen – an die Tankstelle. Als wir in die Box verholen wollen (ein ungeduldiger Portugiese springt schon im Dreieck) streikt wieder der Anlasser. Diesmal hilft auch kein Hammer.  So müssen wir uns von den Marineiros an den Liegeplatz ziehen lassen.

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7.: Lissabon

Der Segler an sich …

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… ist ja auch nur ein Mensch. Und als solcher auf ein gehöriges Maß an Improvisationstalent angewiesen. Der  geneigte Leser erinnert sich an den Ausfall des Anlassers. Um nun die Reparatur so schnell wie möglich durchführen zu lassen, einigen wir uns mit dem Mechaniker, den Anlasser selbst zu demontieren. Da das Boot gerade erst übernommen wurde und wir uns mit reichlich Segelzeug nach Gibraltar begeben haben, ist die Ausstattung mit Werkzeug eher rudimentär.

Wir hatten einen großen 8er Inbusschlüssel, der aber am Motor nicht bewegt werden konnte. Also Taxi zum Baumarkt genommen, aber auch dort nur rudimentär ausgestattete Regale. Ein passendes Bit war nicht aufzutreiben. Improvisation war nun angesagt.

Hierbei bestand die Lösung in einer ½ Zoll Ratsche, einem Reduzierstück auf ¼ Zoll und einer 8mm Nuss mit einer 1/4 Zoll Aufnahme  und einem normal großen 8er Inbus. Nach der Kasse rasch noch der Versuch, den Inbusschlüssel auf Maß zu sägen. Bei gehärtetem Stahl doch sehr schweißtreibend in portugiesischer Sonne. Im Endeffekt wird dann doch in der Marina die Werkstatt genutzt, um die Kaltzertrennung zu einem Abschluss zu bringen. Der angebotene Trennschleifer ist leider defekt, weshalb eine Messerschleifmaschine zweckentfremdet wird. Dann wird auch die Demontage des Anlassers ganz einfach.

Morgen geht es dann nach downtown Lissabon.

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8.: Aus rot mach schwarz

Der Tag fing etwas unrund an.

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Telefonisch wurde ein Taxi für fünf Personen bestellt, es kam aber nur ein Wagen für vier Personen. Wer nun gedacht hatte, die südländische Art lässt es zu den Zwerg zu ignorieren, hat falsch gedacht. Wir sind daher zu Fuß zum Bahnhof nach St. Amaro gegangen. Ticketkauf und nur eine kurze Wartezeit, schon saßen wir im Zug aus Cascais nach Lissabon. Am Bahnhof rasch eine Karte für zwei Linien der Stadtrundfahrt gebucht und dann in einem Straßencafe gefrühstückt, da die Touren erst um 9:00 starten. Am späten Vormittag war die erste Tour zu Ende und wir beschlossen zuerst einmal zu Fuss die Altstadt zu besichtigen. Ein schönes Restaurant im Schatten verführte uns noch zum Mittagessen.  Der Skipper war schon mal in Lissabon und zeigte uns einige schöne Stellen.

Danach sollte dann die zweite Linie, die Festungslinie, genutzt werden.  Einsteigen wollten wir am Knotenpunkt in der Altstadt. Für diese Linie müssen kleinere Fahrzeuge genutzt werden als auf den anderen Linien. Der normal denkende Mitteleuropäer würde bei halber Kapazität der Fahrzeuge doppelt so viele einsetzen, der Portugiese ist aber noch nicht ganz so weit. Bei gut 30° warten auf den Bus, alle 25 min. kommt einer. Aber leider ist er voll. Und der zweite auch. Auch mit TukTuks der Linie hätten wir fahren können, aber auch da kam nur eins und wurde mit anderen wartenden besetzt. Mitarbeiterinnen der Gesellschaft waren vor Ort – das Problem scheint also nicht unbekannt, aber helfen konnten sie nicht. Der einzige Vorschlag war mit dem anderen Bus an den Anfang der Linie zu fahren um dort einen leeren Bus zu finden. Also wieder zurück. Da hatten wir die Nase voll. Zum Glück wusste der Skipper zu berichten dass man zwar eine schöne Aussicht hat, aber sonst nichts weltbewegendes verpasst,  die Aussicht hatten wir schon von anderen Punkten genossen. Der Anlasser musste ja auch noch wieder eingebaut werden, der Mechaniker meldete das Problem behoben. 18:30 wollte er kommen.

Der Skipper freute sich schon es nicht selbst machen zu müssen. Also genug Sight Seeing, zurück in den Hafen mit Zwischenstopp beim Lebensmittelladen.  Den Skipper erwischte dann leider noch Montezuma´s Rache. Der Rest der Crew erfrischte sich nach dem schweißtreibenden Ausflug im Pool. Dann hieß es warten auf den Mechaniker. Die Zeit wurde gut genutzt, unter dem Motor stand Wasser. Fast 30 l haben wir rausgeholt, erst mühsam geschöpft mit Flaschen, dann leichter mit Pumpe. Der Mechaniker kam erst nach 20:00 und hatte auch weder Zeit noch Lust den Anlasser einzubauen. Er brachte ein Austausch-Gerät, hat auch noch wegen des Wassers beraten und für morgen – nach Einbau  durch den Skipper – angeboten nach Undichtigkeiten zu schauen. Da eh der Wind über Sturmstärke aufbriste, werden wir sowieso erst morgen weiter kommen und planen keine Nachtfahrt.
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9.: Zwangspause

Eigentlich sollte es heute weiter nach Norden gehen.

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Am Vorabend hat es tüchtig gekachelt, das war locker eine 6, eher mehr. Wir hoffen dennoch zurecht zu kommen, der Nortada soll immer erst am Nachmittag richtig loslegen. Der Wetterbericht spricht von 4 Bft.. In der Landabdeckung bis Cascais ist es ruhig, die Windrichtung wechselt, nichts was man segeln könnte. Auf der Ecke frischt der Wind auf - und das schon um 13:00. Die Fahrt wird immer weniger. Wir versuchen es mit Genua. Jetzt rauschen wir zwar mit 6-7 knoten dahin, aber wir können gerade mal Westkurs anliegen. Und der Wind frischt auf auf 7 Beaufort. Leonie, bis dahin gut drauf, wird blass und legt sich schlafen. Seekrank. Auch die Oma ist nicht glücklich. Also kehren wir um. Der erste Plan war Cascais anzulaufen, weil 5 sm näher. Aber Cascais soll sehr teuer sein und in Oeiras hat es uns gut gefallen und es gibt den Pool. Die Wettervorhersage verspricht bis inklusive Mittwoch starke Winde, also wird die Zwangspause eher länger. Dann lohnen sich die 5 sm zusätzlich. Wenn wir jetzt noch bis Brest wollen ist der angenehme Teil der Reise vorbei - dann bleibt jetzt keine Zeit mehr zum Sightseeing, lange Schläge sind angesagt. Deshalb entscheidet sich die Oma mit Leonie abzumustern. Die Biskaya wollten sie sowieso nicht mitmachen, jetzt soll es schon von Lissabon zurück gehen. Auf der Rücktour läuft die Wasserpumpe fortlaufend. Also wieder basteln. Wir suchen ein Leck, finden aber nichts. Nur der Filter ist verschmutzt. Am Folgetag wird noch das Dampferlicht repariert und wir arbeiten uns in die Windfahne ein. Ansonsten wird es ein fauler Tag mit abends leckerem Essen in der angrenzendem Bucht am Fort.

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10.: Hafen Oeiras

Der Hafen direkt in der Mündung des Tejo gefällt uns super.

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Schönes Ambiente, direkt an der Kaimauer mehrere Restaurants und Shops. Direkt angrenzend Strände und ein großes Meerwasserschwimmbad, welches kostenlos genutzt werden kann. Waschmaschine und Trockner vorhanden. Die Hafen Crew ist sehr hilfsbereit und freundlich. Sie vermitteln uns einen guten Mechaniker, wir dürfen in den Werkraum. Es gibt WLAN und einen Shuttle Service zum Flughafen oder in die Stadt für kleines Geld. Morgens werden frische Brötchen an Bord gelegt. Zur Begrüssung gibt es eine Tasche mit den wichtigsten Informationen - insbesondere eine Karte von Oeiras mit eingetragenem Bahnhof und Lebensmittelladen und eine Karte von Lissabon. Der Zug nach Lissabon kostet nicht viel, braucht ca. 20 Minuten und fährt etwa alle 15 Minuten. Zum Wochenende wird eine Springburg für Kinder aufgebaut, es gibt frisches Obst und ein paar Stände mit Klamotten. Auch eine Sportveranstaltung findet statt. Das alles zu verhältnismäßig günstigen Preisen.

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12.: Nortada

Nein lieber Leser, wir sind nicht verschollen.

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Wir sind nach wie vor wegen des in Portugal nicht unüblichen Nortada (aktuell mit sieben Windstärken) in Oeiras eingeweht. Man muß ehrlich sagen, es könnte weit schlimmer kommen. Die Alternative gegen sieben Windstärken Nordwind anzudampfen oder schön im Hafen zu liegen, verlockt doch sehr zum Verbleib im Hafen.

Heute ist es erwartet zu einer Trennung gekommen. Oma und Klein-Leonie sind mit dem Flieger in die Heimat gereist. In den nächsten Tagen nur Strecke bolzen ist für beide sicher nicht wirklich entspannend. Voraussichtlich Donnerstag soll es dann weiter gehen.

Vor lauter Entspannungsstress sind wir heute noch nicht einmal zum fotografieren gekommen. Das wird sich aber sicher wieder ändern.

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13.: Virtuelle Online-Crew

Liebe virtuelle Crew,

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die Wetterprognosen legen eine Fortsetzung der Überführung heute Nacht nahe. Wir werden also voraussichtlich gegen Mitternacht aufbrechen. Da wir dann wohl durchgehend auf See sein werden, kann es mit den Logbucheinträgen und speziell Fotos schwierig werden. Wir werden versuchen, wenigstens die Mittagsposition (als Greenwich Mean Time) zu übermitteln. Die ist dann unter dem Reiter Position als roter Pin zu sehen. Sollten wir Netz haben, wird natürlich auch der normale Blog gepflegt.

Heute auch noch ein Geburtstagsgruß an die Mutter des Skippers. 

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14.: Endlich weiter!

Mehrmals täglich laden wir uns die Winddaten runter

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sowohl von Oeiras als auch von den Orten weiter nördlich an der Küste. Donnerstag in den frühen Morgenstunden wird eine 4 mit allerdings noch Böen bis 6 prognostiziert. Danach abnehmend, nur zum Abend noch mal starke Böen. Jetzt muss es klappen! Wir planen um 02:00 aufzustehen, den noch starken Nachtwind im Windschutz der Küste vor Cascais mitzunehmen und hoffen auf schwächere Winde nach dem Runden des Kaps auf dem Weg nach Norden. Der Hafen ist bezahlt, die Nacht zum Donnerstag wird uns noch nicht mal berechnet, die Karten für den Zugang dürfen wir auch noch behalten, wir sollen sie beim Nachtpersonal abgeben - 24 h Dienst - wirklich super! Bis 02:00 versuchen wir zu ruhen, Tina gelingt das nicht wirklich, denn nach wie vor pfeift der Wind heftig in den Wanten. Dennoch wollen wir es wagen. Planmäßig geht es los, gegen 02:30 laufen wir aus. Ganz geht der Plan nicht auf, wir runden das Cap und es bläst mit einer strammen 6-7, auch die Welle ist ordentlich. Wir kommen kaum gegenan und müssen den Motor ein wenig quälen um nicht von den Wellen aus der Bahn geworfen zu werden. In dem Tempo brauchen wir ewig! Den ganzen Tag bleibt der Wind mit gut 5 Bft. stark, dafür bleiben die für Abends angesagten Böen bis 7 aus. Wir hatten als Plan B überlegt die Nacht noch mal in Peniche abzuwettern, doch endlich wird der Wind deutlich weniger und wir entscheiden uns doch direkt nach nach Bayona bei Vigo zu fahren. Dort wollen wir noch mal tanken und einkaufen, eine Nacht durchschlafen und dann die Biscaya in Angriff nehmen. Auch die Wellen lassen nach und wir kommen besser voran. Jetzt schaffen wir annähernd die geplanten 4 Knoten, zuvor waren es gerade mal 2. Zum Abend sind wir bei Peniche, dicht an der Steilküste, eine beeindruckende Landschaft, besonders schön in dem Abendlicht mit schon langen Schatten. Kurz danach der Sonnenuntergang über dem Meer und den vorgelagerten Inseln - herrlich. Dann beginnt die nächste Nacht mit Schichtetrieb. Der Mond ist mittlerweile mehr als halb zu sehen und leuchtet im Kielwasser. Nach Monduntergang ist der Sternenhimmel traumhaft. Der große Wagen steht schön niedrig über dem Horizont und weist den Kurs nach Norden. Heute Nacht ist es deutlich kälter als zuvor. Zum Schlafen ist es für die Freiwache in der Plicht zu kalt, also ziehen wir nach drinnen um. Auch der Rudergänger friert trotz Ölzeug und Vließjacken. Die lange Unterwäsche - für die Vorsaison an der Ostsee - haben wir bei Reiseziel Spanien zu Hause gelassen. Zu ärgerlich, dass unser Autopilot streikt. Man könnte so entspannt im Salon sitzen und nur für den Rundblick rausgehen. Aber die Nacht geht vorbei und, kaum dass sie über den Horizont geklettert ist, wärmt die Sonne ordentlich. Delphine schauen immer mal wieder vorbei, teilweise begleiten sie uns eine Weile, Entspannung pur. Nur schade, dass wir nach wie vor nicht segeln können. Der Wind lässt weiter nach, steht aber wie gehabt genau auf der Nase. Ja ich höre ja schon auf zu jammern - besser Schwachwind von vorne aber voran kommen als bei Starkwind im Hafen festliegen. Der Tag ist ruhig, der Wind lässt nach, wir machen mehr Fahrt. Die angekündigten Ostwinde bleiben aber aus. Wir rechnen die Strecke noch mal durch - ohne Wind wird das mit der Biscaya nichts, bei Gegenwind schon gar nichts. Eine weitere Nacht verbringen wir auf See, insgesamt ist es sehr ruhig, kaum Schiffe, nur ein paar Fischer.

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16.: Ab durch die Biscaya

Zum Nachmittag erreichen wir Bayona.

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Schon vorher haben wir endlich wieder mobiles Netz, so dass Udo neue Winddaten laden kann. Da hat sich ordentlich etwas getan, jetzt haben wir 4-5 Bft., zunächst aus Ost, dann aus West. Das sollte machbar sein. Also werden wir auf eine schöne ruhige Nacht im Hafen verzichten und doch weiterfahren. Wir tanken nur in Bayona und kaufen ein. Für 2-3 Stunden dürfen wir kostenlos liegen und man drückt sogar ein Auge zu und lässt uns Duschen und das WLAN nutzen. Also, wenn alles klappt letzte Meldung für die nächsten 4-5 Tage. Mittagsposition müsste morgen nahe Cap Finisterre noch mal klappen, dann sind wir erstmal offline.

Liebgewonnene Ausrüstung sollte man, wenn sie in die Jahre kommt, doch besser irgendwann mal entsorgen! Rolf hatte noch seine gute alte Lifeline vom ersten Boot - 40 Jahre alt - aus geschlagenem Sisal. Eingepieckt auf dem zum Glück sehr geschützten Achterdeck wundern wir uns plötzlich, warum die Leine los ist. Ohne weitere Belastung ist sie direkt hinter dem Spleiss am Karabiner gebrochen - gut, dass das bei der routinemäßigen Sicherung und nicht im Ernstfall aufgetreten ist!

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17. - 21.: Die Biscaya

ist ja bei Seglern durchaus berühmt berüchtigt.

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Immerhin sind es auf der kürzesten Strecke quer rüber 340 sm von La Coruna bis Brest bei Wassertiefen bis über 4000 m. Am Übergang zum flacheren Festlandschelf können sich ordentlich Wellen aufbauen. Im Westen ist nur der Atlantik und bis zur Französischen Küste im Osten sind es auch gut 380 sm. 

Wir verlassen Bayona Samstag Abend bei tiefstehender Sonne. Das Kochen haben wir noch schnell am Steg erledigt, so ist der Aufenthalt doch fast 5 h lang geworden. Das gibt mecker vom Hafenmeister. Wir hatten angeboten einen halben Tag zu bezahlen, was aber nicht ging. 

Während des Sonnenuntergangs genießen wir das Abendessen, begleitet von Delphinen fahren wir in die Nacht. Der Schichtbetrieb ist ja jetzt schon eingeübt, wir starten in die 4. Nacht auf See. Der Wetterbericht spricht von zunächst Ostwind mit 4-5 Bft., dann einem Flautentag mit teilweise Süd, dann West mit 4-5 Bft. Das klingt doch gut, da sollten wir gut vorankommen. 

Sonntag

Doch wie immer kommt es anders. Die Küste hoch bis zum Cap Finisterre - ehemals das Ende der bekannten Welt - bleibt es windstill und wir kommen unter Motor zügig voran. Am nächsten Cap, dem Cabo Torinana, lassen wir gegen 11:00 Uhr am Sonntag das Festland hinter uns und nehmen Kurs auf die Biscaya. 365 sm sind es bis Brest. Von den angekündigten 4 Bft. aus Ost zeigt sich allerdings keine Spur. Es bleibt es windstill, wir können in Ruhe kochen und essen. 

In der Nacht frischt der Wind dann auf, allerdings nicht aus Osten, statt dessen bläst er uns mit 4-5 Bft. genau auf die Nase. Die Wellen wachsen an, die Geschwindigkeit sinkt rapide. In den größeren Wellen stampft die Blue Ray ordentlich. Auf dem Display des Plotters scheint das Schiffssymbol an der spanischen Küste zu kleben. Achteraus ist immer noch Land zu sehen. Gegen Mitternacht dreht der Wind etwas mehr nach Osten - jetzt haben wir zumindest NO. Wir setzen die Genua. Wir können zwar nicht die 035° auf Brest zuhalten, aber wir schaffen fast Nordkurs und die Fahrt wird schräg zur Welle deutlich ruhiger. Bei 5-7 Knoten über Grund machen wir so immerhin um die 3,4 sm pro Stunde in Richtung unseres Ziels gut. Schneller waren wir mit Motor auch nicht und es steuert sich deutlich einfacher. 

Montag

Am Morgen, dem Montag, lässt der Wind erneut nach. Wieder muss der Motor ran und wir halten direkt aufs Ziel zu. Noch immer ist nicht klar ob wir die Strecke schaffen, die errechnete Ankunftszeit auf dem Plotter schwankt je nach Geschwindigkeit zwischen 2,5 und gut 8 Tagen! Zurück nach La Coruna können wir es bei Rückenwind derzeit aber noch problemlos schaffen. Allerdings müssen wir dann die Abreise und die Anreise unser Folgecrew in kürzester Zeit neu organisieren. Wir setzen uns diese Nacht Mitternacht als Termin um endgültig zu entscheiden - weiterfahren oder umdrehen.

Den Tag über flaut es immer weiter ab. Die See wird immer ruhiger und zum Abend hin laufen wir stabil um die 5 Knoten. Also doch weiterfahren. Handyempfang haben wir schon lange nicht mehr und unsere Funkantenne scheint nicht ganz in Ordnung zu sein, die Reichweite ist minimal. Udo erfragt deshalb per Funk bei einem Frachter noch einmal das aktuelle Passagewetter - Ost 4-5 bis Dienstag Mitternacht, dann West 4-5. Damit kämen wir gut zurecht. Wobei aktuell von der Ost 4 mal wieder nichts zu sehen ist. Aber solange wir keinen Gegenwind haben, sind wir zufrieden.

Nach Sonnenuntergang sehen wir zum ersten Mal auf diesem Törn Wale. 2-3 Tiere ziehen hinter dem Heck durch. Sehen kann man sie gut und wir hören das Blasen, nur für Photos ist es schon zu dunkel. Der Rest der Nacht bleibt ereignislos. Die gefürchtete Biscaya ist platt wie ein Laken und wir machen stabil um 5 Knoten. Bei fast Vollmond haben wir einen prächtigen Mondaufgang, im Laufe der Nacht zieht es sich aber zu. Wir sehen nur wenige Frachter, alle in sicherer Entfernung. 

Dienstag

Morgens trifft uns dann der erster kurzer Schauer dieses Törns bevor wieder die Sonne scheint. Zum Morgen nimmt langsam der Wind zu, nicht wie vorhergesagt aus Ost, sondern aus West. Auch recht. Wir setzen die Genua. Zweimal flaut der Wind noch ab und wir helfen mit dem Motor nach, aber überwiegend segeln wir. Die halbe Strecke ist geschafft, 180 sm to go. Nachmittags zieht von hinten eine Wolkenwand an, die wie eine riesige Böenwalze aussieht. Das Barometer ist vom Vortag über die Nacht von 1020 auf 1012 gefallen. Zur Sicherheit nehmen wir das Bimini weg, doch die schweren Böen bleiben aus. Es zieht sich immer mehr zu, aber der Wind kommt jetzt beständig aus West. Wir rauschen mit bis zu 7 Knoten dahin, endlich Segeln! Und die errechnete Ankunftszeit schrumpft. Wenn das so bleibt, könnten wir es sogar Mittwoch schaffen!

Das Vergnügen währt nicht so lange wie gewünscht. Der Wind kommt achterlicher, auch die Welle läuft jetzt schräg von achtern und macht das Steuern zur harten Arbeit. Aber nach kurzer Schwächephase des Windes laufen wir wieder 5 Knoten. Die Nacht durch bleibt es beim Segeln, aber die schräg durchlaufende Welle sorgt für einen ordentlichen Schaukelkurs.

Mittwoch

Der letzte Tag auf See - so der Plan. Zeitweise segeln wir, doch immer wieder sinkt die Geschwindigkeit unter 3 Knoten und wir werfen die Maschine an. Denn auch bei der Ankunft in Brest müssen wir auf die Zeit achten. Es ist fast Springtide und der Ebbstrom wird mit über 4 Knoten angegeben. Da sollte man schon mit der Flut einlaufen. 

Ein paar Delphine und Frachter bringen Abwechslung in den Tag. Wir erreichen das Festlandschelf - die Wassertiefe nimmt von 4000 auf 70m ab, damit beginnt eine ordentliche Dünung. Das Ruder gehen wird spannend - wenn man nicht aufpasst, verreisst es einem das Boot gleich um 60°. Kochen ist auch anspruchsvoll. Das Wetter ist heute sehr abwechslungsreich. Es schwankt zwischen blauem Himmel und komplett geschlossener Wolkendecke, der Sonnenuntergang ist spektakulär!

Zum Abend haben wir uns unserem Wegepunkt vor Brest bis auf 30 sm genähert. Wir müssen „nur“ noch eine Untiefentonne runden, daneben sind Rip Tides in der Karte vermerkt. Und das merken wir denn auch - das Ziel in Sicht und es geht wieder gar nicht mehr voran. Wir treten gefühlt auf der Stelle, 1-2 Knoten über Grund, kurzfristig deutlich weniger. Und immer noch kein Handyempfang und kein Land in Sicht. Erst mit der Dunkelheit sehen wir die Leuchtfeuer der vorgelagerten Kaps und kurz vor Mitternacht haben wir Handyempfang. Ob das mit der Tide klappt? 

Donnerstag

Nachdem wir die starke Strömung hinter uns gelassen haben geht es endlich wieder voran, teilweise mit über 6 Knoten. Wir erreichen die Ansteuerung von Brest mit dem Sonnenaufgang, ein tolles Bild. Wir laufen mit der Flut, aber es wird knapp den Hafen bis zum Kentern der Gezeit zu erreichen.

Bei Sonnenaufgang rufen wir unsere Ablösecrew an - und auch sie sind schon im Zielanflug. Sie sind in der Nacht durchgefahren und ca. 100 km vor Brest.

Zuletzt wird es eine Punktlandung - wir schaffen es kurz nach Einsetzen der Flut in den Hafen und kommen zeitgleich mit K.E., Klaus und Sven in den Hafen. Unglaubliches Timing bei 1100 km auf der Straße und 365 Seemeilen! 

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21.: Crewwechsel

Wir haben es tatsächlich geschafft!

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Gute 1000 Seemeilen in knapp 3 Wochen mit einem unbekannten Schiff! Wenn man dann noch die Tage rausrechnet, die wir im Hafen festsaßen - bleiben gute 13 Tage für die gesamte Strecke. Zuletzt 7 Nächte am Stück auf See - das war für uns alle ein Novum. Aber zu dritt lässt sich der Schichtbetrieb relativ entspannt durchhalten.

Wir sind erleichtert und auch nicht wenig stolz. Nur schade, dass wir es nicht wie geplant etwas entspannter und mit Uschi und Leonie an Bord geschafft haben.

Als erste Amtshandlung wird gemeinsam mit der Folgecrew gefrühstückt - inklusive unseres Einlaufbiers. Als wenn es nicht auch ohne Bier zum Frühstück nach 7 Tagen an Bord nicht schon ganz schön schwanken würde!

Danach erfolgt eine Einweisung ins Boot und eine kurze Siesta der scheidenden Crew, während die Nachfolger einkaufen. Dann noch ein paar kleinere Reparaturen und ein testweises Setzen des Großsegels. Zuletzt gönnen wir uns ein leckeres Abendessen am Hafen. Und dann überlassen wir die Blue Ray K.E., Klaus und Sven. Sie wollen auch ein strammes Programm durchziehen und das Boot bis Rotterdam bringen. Die Reisefortschritte werden sie uns übermitteln und wir werden die Positionen weiter auf der Homepage veröffentlichen. Wir dagegen fahren mit dem Auto zurück nach Hause. Die Sehnsucht nach der Kleinen erleichtert den Abschied von Boot und Urlaub!

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Freitag: 22.07.2016, Brest Port - Roscoff (60sm 15 h)

Eine Familie segelt:

Als Patenonkel von Leonie fühle ich mich auch ein wenig wie Familie, also wird das Logbuch fortgeschrieben.

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Mit meiner Crew, Klaus und Sven, bin ich mit dem Auto nach Brest gefahren, um Udo, Tina und Rolf auszulösen. Donnerstags findet die Übergabe statt.

Am Freitag, dem 22.07.16 wird es für uns ernst und es geht vor Sonnenaufgang zunächst von Brest gen Westen, um anschließend nach Norden und dann wieder gen Osten zu fahren bzw. zu segeln.

Zu Beginn schiebt uns die Ebbe mit raus aus der Bucht von Brest. Der Sonnenaufgang über dem Heck ist schön anzusehen, nur Wind gibt es wenig.

Man sagt in der Bretagne ist schönes Wetter, wenn der Regen senkrecht fällt, aber wir durften den Tag bei wenig Wind  (1-3 Bft.) und teilweise spiegelglatter See genießen. So geht es mit kurzer Hose und barfuß sommerlich entspannt an Bord zu.

Stress kam auf, als der Tagestank leer war und die Maschine stotterte, aber nach mehreren Startversuchen ging es wieder. Also ab jetzt alle 4 - 5 Stunden nachtanken!

An der „Granit Rose“ entlang ging es dann nach Osten Richtung Roscoff dem einzig erreichbaren Hafen mit einem 15m Schiff und 1,8 m Tiefgang.

In Roscoff nahm uns der Hafenkapitän in Empfang, zeigte uns den Liegeplatz und verschwand. Nach Festmachen und kurzem Aufklaren wollten wir duschen, doch der Hafenkapitän hatte bereits Feierabend. Also mit Trick (wenn einer die Dusche verlässt schnell rein) doch noch Duschen.

Wetter bewölkt mit Sonnenlücken, Wind: 0,4 Ktn, 1018 HPa

05.45 Uhr Motor an, Tagestank gefüllt, Ölstand Motor o.k.

06.00 Uhr: Innenhafen Ausfahrt       

06.20 Uhr Tonne „Penelope“ passiert

08.40 Uhr Beacon Tower „les Vieux Monnes“ passiert

09.20 Uhr „Locjrist“ passiert

10.30 Uhr GE und Motor

10.40 Uhr „Saint Paul“ Querab Kurs Nord 48:24:83 N + 004:59:15 W

13:43 Uhr 48:34:587 N + 004:45:452 W

14:43 Uhr 48:38:347 N + 004:39:372 W ist ca. 5 SM im Schnitt

15.15 Uhr GE+GR+Motor

15:45 Tagestank leer, Startschwierigkeiten

20.25 Roscoff fest

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Samstag, 23.07.2016, Roscoff - Guernsey (60 sm, 15h 30 min).

05.30 Uhr Aufstehen in Roscoff.

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Nach ruhiger Fahrt unter GE und Motor geht es von Roscoff entspannt nach Norden gen Guernsey.

Gegen Mittag frischt der Wind auf und wir versuchen unter „Vollzeug“ zu segeln.

Als der Wind einschläft nehmen wir alles Zeug runter und fahren unter Motor Guernsey an.

Der Hafen ist voll und wir können nur im Päckchen liegen. Das Anlegen mit Bugstrahl vereinfacht die Sache enorm. Leider hat der Steg keine Landverbindung, aber unsere „Nachbarn“ paddeln uns im Dingi zum anderen Steg um die Duschen aufzusuchen.

Am Abend gibt es noch ein Feuerwerk, und so genießen wir die alte Piratenstadt Guernsey. Der Hafenkapitän empfiehlt wegen des Nordschwells nicht zu früh auslaufen.

Wetter stark bewölkt, Wind NW um 3 Ktn., 1023 HPa

05.50 Uhr Motor an

06.00 Uhr Roscoff ab und 30° gen Guernsey.

06.10 Uhr Genua zum Motor

07.00 Uhr Kardinalstonne „Melonie“ passiert

11.00 Uhr Tagestank mit 20 Ltr. aufgefüllt

12.00 Uhr  49:07:086 N + 003:16:381 W

12:30 Uhr von 020° auf 075° gewendet

13.30 Uh zurück auf 030°

14:40 Uhr  49:15:94 N + 003:03:44 W

GE und Gr. geborgen, Motor an 2.900 U/Min

Kurs 060° Tank wieder mit 20 Ltr. aufgefüllt

21.30 Uhr Guernsey fest.

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Sonntag 24.07.2016, Guernsey - Cherbourg (40 sm, 13h 40 min)

Wetter bewölkt, 1022 HPa, Wind SW 3 Bft.

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10.30 Uhr Abfahrt

11.00 Uhr GE und Motor 2.700 U/Min.

12.30 Uhr        49:35:141 N + 002:19:441 W

15.15 Uhr 20 Ltr. nachgebunkert

17.45 Uhr Cap de la Hague. Der Tidenstrom hat so zugenommen, dass wir keine Fahrt mehr über Grund Richtung Cherbourg machen. Dieses sollte unser kürzeste Etappe werden!  „Nur“ 40 SM.

18.45 Uhr Trotz Genua + Groß + Motor 3.100 U/Min. nur Stillstand!

Bleiben jedoch mit GE+GR 1 Reff und Motor 2.700 U/Min. ortsständig und warten bis der Strom gegen 20.00 Uhr kippt. Schade, nichts mit frühem Essen und Landgang.

Der Wind frischt auf auf beständige 3 - 4 Bft. Jedoch kein Vorankommen.

19.00 Uhr 20 Ltr. nachgebunkert

Das Schiff ist unter Segel luvgierig, keine Chance abzufallen, trotz hart Backbord Ruderlage. Auf Grund der Haltekräfte und der Windkräfte knackt es zweimal im Steuerruder, es ist nur noch möglich 10° Backbord einzuschlagen.

22.00 Uhr Ruderlage nur noch nach Steuerbord möglich! Kein Backbordkurs!

Notruderpinne installiert, von Hydraulik umgestellt, wir sind wieder manövrierfähig.

22.30 Uhr 20 Ltr. Tagestank gebunkert.

Sicht fällt gegen 23.00 Uhr auf ca. 600m zu (Nieselregen/Nebel). Nur „Instrumentenflug“ möglich.

00.10 Uhr Cherbour Hafen fest. Morgen (Heute) Reparaturtag in Cherbour (Schwarztank und Ruderanlage!)

Anfahren eines fremden Hafens des Nachts bei schlechter Sicht nur nach Instrumenten  ist schon eine Herausforderung, noch dazu mit Notruderanlage!

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Montag, 25.07.2016 Cherbourg,

Ausschlafen, Schwarztank den Geber ausbauen,

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Schlauch mit Panzerband und Verlängerung an Sauggerät angeschlossen und den Schwarztank bis zum Grund geleert. (Sichtkontrolle mit Taschenlampe). Ergebnis: der Geber zeigt immer noch voll an, aber wir wissen nun, dass die Anzeige defekt ist.

Wollte noch 100 Ltr. Gasöl nachbunkern, aber auf Grund der Anzeige (Bb.-Tank über ¾ voll) darauf verzichtet.

Steuerung ohne Hydraulik mit Rad möglich, Notruderpinne wieder weg geräumt

In der Stadt Proviant nachgekauft und im Cafe gesessen. Früh ins Bett, 06.30 Uhr Abfahrt am nächsten Tag 70 SM nach Le Havre.

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Dienstag 26.07.2016, Cherbourg - Le Havre (70 sm, 14h)

Wetter: stark bewölkt, Wind 1-2 Bft., 1023 Hpa

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06.30 Uhr Motor an

08.30 Uhr Kardinalstonne „Tete Septenionde“

Wir haben aus der Fahrt nach Cherbour unsere Lehren gezogen und beachten die Tidenströmungen jetzt besser aus dem Reeds.

12.30 Uhr        49:35:372 N + 001:00:810 O

13.40 Uhr GE wird gesetzt, Wind um 2 Bft., Motor weiter 2.700 U/min

20.15 Uhr Le Havre fest, Klaus hat den Anleger gefahren.

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Mittwoch 27.07.2016, Le Havre - Dippe 65 sm, 11:15h, 1 h Motor.

Wetter: stark bewölkt, 1020 HPa, Wind WSW 4-5 Bft., Welle 1 - 2m.

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07.15 Uhr Abfahrt Le Havre (Der Tidenstrom gibt die Zeiten vor wann es losgeht!).

07.50 Uhr Motor aus und unter Genua mit guten 5 Knt. In Richtung Fecamp. Der erste echte Segeltag beginnt! ;-).

12.00 Uhr        49:45:527 N + 000:12:690 E

14.00 Uhr        49:51:619 N + 000:25:309 E

18.00 Uhr        Motor an

18.30 Uhr        Dippe fest.

Die Trinkwasserpumpe ist während der Fahrt trocken gelaufen, da der Bb.-Tank aus dem sie zieht leer war (Überlauf beim Segeln auf Stb.-Bug).  Nach Auffüllen war alles wieder in Ordnung!

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Donnerstag, 28.07.2016, Dippe - Boulogne-sur-mer 68 sm, 9:40, 2 Motorstunden.

Wetter: leicht bewölkt, Wind 4 -5 Bft. West, Welle: 1 - 2 m, 1016HPa.

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08.50 Uhr Motor an

09.10 Uhr Motor aus Kurs Nord mit durchschnittlich 5 Ktn. über Grund

12.00 Uhr        50:12:317 N + 001:14:858 E

17.00 Uhr Regenfront mit Sicht unter 600m vor der Hafeneinfahrt nach Boulogne Sur Mer Querwelle bis zu 2,5 m.

18.30 Uhr Motor an und unter Instrumentenflug in die Hafeneinfahrt. Der Versatz von Karte zur Realität über ½sm!

20.00 Uhr Boulogne sur mer fest.

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Freitag, 29.07.2016, Boulogne-Sur-Mer - Oostende 74 sm, 10 h (7,4 Knoten), 1 Motorstunde

Wetter: bewölkt Regenschauer, 1013 hp, Wind WSW 4-5, Welle 1-3 m

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06.00 Uhr Aufstehen

06.50 Uhr Hafenausfahrt Dippe

07.00 Uhr Motor aus

Genua gesetzt, mit der Strömung durch den Kanal  - im Schnitt 7,4 Knoten!

12.00 Uhr        51:03:722 N + 002:18:290 E

16.30 Uhr Motor an ½ sm vor Oostende-Hafeneinfahrt

17.30 Uhr Motor aus Marina fest

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Samstag, 30.07.2016 Oostende - Stad aan`t Haringsvliet (65 sm, 13 h, 9 Motorstunden)

Wetter bewölkt, Wind 2-3 WSW, 1013 HPA, Welle 1- 1,5m

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06.50 Uhr Motor an

07.20 Uhr Motor aus Kurs Nord

20 SM gesegelt

11.15 Uhr der Wind schläft ein 1 -2 Bft Motor an

51:31:197 N + 003:04:837 E

12.00 Uhr        51:34:000 N + 003:10:439 E

15.30 Uhr Kontrolle Küstenwache Niederlande

Wasser unter dem Motor (Welle?).

15.45 15 Ltr. nachgebunkert.

18.00 Uhr Tonne SG 1 zur Ansteuerung Tonnenstrich Harlingsvliet passiert.

20.00 Uhr Schleuse und Brücken passiert Einfahrt ins Harlingsvliet.

21.50 Uhr Jachthafen Atlantica fest.

Motor mit 5 Ltr. Süßwasser gesäubert

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Sonntag 31.07.2016 08.00 Uhr

Kein Wasserzulauf erkennbar.

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Abreise von Bord, die Blue Ray bleibt erst einmal hier, bis wir Zeit haben sie nach Düsseldorf zu überführen.

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